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IUFRO The Advocate for Forest Science.

Feuer zählt zu den abitoischen Schadfaktoren im Wald. Es kann als seltenes Erdfeuer (hier brechen unterirdische Torf- oder Kohlebrände druch), als Stammfeuer, als Boden- oder Lauffeuer (sehr häufig) oder aber als Wipfel- und Kronenfeuer auftreten (am schädlichsten).
In dicht besiedelten Gebieten ist häufig der Mensch (vorsätzlich oder fahrlässig) die Ursache für den Ausbrauch eines Feuers. In vielen Fällen bleibt die Ursache aber auch unbekannt.
Ausschlaggebend ist in jedem Fall das Vorhandensein von leicht brennbaren Material wie trockenes Reising oder Gras, das eine ideale Nahrung für das Feuer darstellt. Findet das Feuer in einem mehrstufigen Bestand mit Unterwuchs den Weg in die Kronen wird aus einem ursprünglichen Bodenfeuer mitunter ein Kronenfeuer. Eine trockene, heisse Witterung begünstigt aufgrund der geringen Bodenfeuchte die Entstehung eines Feuers ebenso wie geringe Luftfeuchtigkeit und Wind (der das Feuer in weiterer Folge gefährlich anfachen kann, so dass es sich innerhalb einer Stunde bis zu 6 km weit fortschreiten kann).
Wipfelfeuer richten meist großen Schaden an und führen im schlimmsten Fall zum Absterben des Bestandes. Bodenfeuer können von einigen Baumarbeiten mit dicker Rinde (wie Kiefer oder Eiche) überdauert werden und beeinflussen mitunter die Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen wie z.B. Borkenkäfern positiv. Junge Nadelhölzer überstehen Feuer meist nicht.
Die Bekämpfung eines „Bodenfeuers erfolgt durch Ausschlagen oder besser Ausfegen mit Patschen oder belaubten Ästen, wobei die Flammen in die Brandstelle hinein gefegt werden“ , durch Bedecken mit Erde oder mit Hilfe von Löschgeräten. „Ist wegen zu starker Hitze und Rauchentwicklung oder bei unausreichenden Hilfskräften ein Frontalangriff unmöglich, wird das Feuer von den Seiten angegangen und (…) keilförmig eingeengt“. Um das Feuer am Vorrücken zu hindern können auch 5 bis 10 m breite Schutzstreifen angelegt werden in denen es keine Nahrung gibt; dies geschieht entweder mit technischen oder chemischen Mitteln.
Bei der Bekämpfung eines Wipfelfeuers ist es zentral das Feuer Richtung Boden zu drücken, da es dort leichter bekämpfbar ist. Weiters kann dem „Feuer die Nahrung durch Gegen- oder Vorfeuer entzogen werden“. Der Unterschied besteht darin, dass die beiden Feuer beim Gegenfeuer zusammenschlagen während das Vorfeuer dem Haupffeuer im Vorfeld die Brandnahrung entzieht.
Da die Bekämpfung eines unentdeckten Feuers, dass sich zu einem Großfeuer entwickleln kann überaus schwierig ist kommt den Vorarbeiten im Wald und der Aufklärung eine wichtige Rolle zu.
In gefährdeten Gebieten können waldbauliche Maßnahmen, wie das Nichtaufkommenlassen feuergefährlicher Bodenbezüge einen wesentlichen Beitrag leisten. Weiters hat es sich bewährt Nadelbäumen Laubbäume unterzusetzen und auf einen durchgängigen Kronenschluss zu achten. In Nadelholzbeständen ist eine Durchmischung von anfälligen jungen Altersklassen und Altbeständen empfehlenswert. Feuerriegel sind weiters in der Lage das Weiterlaufen eines Feuers zu verhindern und können z.B. durch die Pflanzung eines Laubholzgürtels rund um Nadelbestände errichtet werden.
Quelle:
Schwertfeger Fritz, Die Waldkrankheiten, Ein Lehrbuch der Forstpathologie, Verlag Paul Parey, Hamburg, Berlin.